Bertelsmann im Überblick
Organisationsstruktur
Die Bertelsmann AG ist eine kapitalmarktorientierte, nicht börsennotierte Aktiengesellschaft. Als Management-Holding übt sie zentrale Konzernfunktionen
wie die Weiterentwicklung der Konzernstrategie, die Kapitalallokation, die
Finanzierung und die Managemententwicklung aus. Die interne Unternehmenssteuerung und -berichterstattung folgen der Unternehmensorganisation, die sich aus den operativen Segmenten RTL Group, Random House, Gruner + Jahr und Arvato sowie dem Bereich Corporate zusammensetzt.
Strategie
Bertelsmann ist ein global agierendes Medienunternehmen, das in seinen Kerngeschäften Fernsehen, Buch, Zeitschriften sowie Outsourcing-Dienstleistungen führende Marktpositionen einnimmt. Bertelsmann entwickelt Medien- und Kommunikationsangebote, die Menschen weltweit begeistern und Kunden innovative Lösungen aufzeigen. Das übergeordnete Ziel von Bertelsmann ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft. Als Beurteilungskriterium für die unternehmerische Wertschöpfung und Ertragskraft wird die zentrale Steuerungskennzahl Bertelsmann Value Added (BVA) verwendet. Der BVA misst den über die angemessene Verzinsung des investierten Kapitals hinaus erwirtschafteten Gewinn.
* Das GMC berät und unterstützt den Vorstand in wichtigen Fragen der Konzernstrategie und Konzernentwicklung und anderen konzernübergreifenden Themen.
** Corporate umfasst das Corporate Center und Corporate Investments, darunter das Musikrechtegeschäft BMG, die Fonds BAI und BDMI sowie die Club- und Direktmarketinggeschäfte in Deutschland und Spanien.
Der seit dem 1. Januar 2012 amtierende neue Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, startete nach seiner Berufung einen konzernweiten Dialog mit Führungskräften und Arbeitnehmervertretern aus allen für Bertelsmann wichtigen Geschäften und Ländern über die Lage des Unternehmens, die künftige Ausrichtung und notwendige Rahmenbedingungen. Bei einem Führungskräftetreffen im Herbst 2012 soll die neue Strategie vorgestellt werden.
Die Bedeutung der Strategiearbeit bei Bertelsmann wird durch die Einrichtung des neuen Vorstandsressorts für Unternehmensentwicklung und Neue Geschäfte unterstrichen; dieses Ressort wurde zum 1. Februar 2012 mit Thomas Hesse besetzt. Darüber hinaus wird der Vorstand künftig bei Fragen zur Konzernstrategie und Konzernentwicklung durch ein neu eingerichtetes Group Management Committee (GMC) unterstützt, das mit Führungskräften besetzt ist, die wesentliche Geschäfte, Länder, Regionen und ausgewählte konzernübergreifende Funktionen repräsentieren. Die internationale und komplementäre Besetzung des GMC ermöglicht einen vielfältigen Dialog, der eine effektive Weiterentwicklung des Konzerns sowie eine Unterstützung bei der digitalen Transformation der Geschäfte gewährleisten soll.
Ziel des Bertelsmann-Vorstandes ist es, das Unternehmen internationaler und wachstumsstärker auszurichten und die digitale Transformation voranzutreiben. Bertelsmann soll dazu verstärkt international und digital angelegte Geschäftsfelder erschließen. Diese sollen die angestammten Geschäfte ergänzen und für eine insgesamt breitere Erlösstruktur sorgen. Das 2008 gestartete Geschäftsfeld Musikrechte wurde 2011 weiter ausgebaut, sowohl organisch als auch akquisitorisch. Bertelsmann investierte 2011 zudem als Ankerinvestor in den Education-Fonds „University Ventures Fund“ und stieg damit in den zukunftsträchtigen Bildungsmarkt ein. Weitere potenzielle Wachstumsplattformen werden aktuell definiert, zum Beispiel auf dem Gebiet der Information Services.
Die Kernmärkte von Bertelsmann liegen derzeit in Westeuropa und den USA.
Verstärkte Investitionen in die Wachstumsregionen China, Indien und Brasilien sollen das Unternehmen auch geografisch auf eine breitere Basis stellen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bauten beispielsweise Random House, Gruner + Jahr und die RTL Group ihre Präsenz in Indien aus. Arvato verstärkte sich sowohl in Brasilien als
auch in China.
Bertelsmann strebt grundsätzlich einen Anteilsbesitz von 100 Prozent an. Bei begründeten Ausnahmen, etwa beim Aufbau neuer Geschäfte, kann die Aufnahme von Mitgesellschaftern sinnvoll oder erforderlich sein. Grundsätzlich besteht das Ziel, bestehende Anteile nicht beherrschender Anteilseigner zu reduzieren, sofern dem keine strategischen Gründe entgegenstehen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden beispielsweise die verbleibenden Anteile an der ungarischen Tochtergesellschaft M-RTL, an der kroatischen Fernsehgesellschaft RTL Hrvatska sowie an RTL Nederland durch die RTL Group vollständig übernommen.
News
Bertelsmann mit deutlichem Gewinnanstieg im ersten Quartal 2012
Umsatz legt um fünf Prozent auf 3,64 Mrd. Euro zuOperating EBIT auf 280 Mio. Euro erhöht Konzernergebnis auf 147 Mio. Euro gesteigert
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Hartmut Ostrowski, Werner Bauer und Helmut Gettkant in den Aufsichtsrat berufen
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Leichtes Umsatzwachstum und solides Operating EBIT
Bertelsmann nach neun Monaten 2011 bei Umsatz und Konzernergebnis über Vorjahr
Umsatz steigt auf 10,7 Mrd. EuroOperating EBIT mit 1,03 Mrd. Euro stabilKonzernergebnis erhöht sich auf 377 Mio. EuroDas internationale Medienunternehmen Bertelsmann hat nach neun Monaten des...



